Rubinola - diesjähriger Einschulungsbaum für die Erstklässler der Lina-Sommer-Grundschule Jockgrim

Kinder der Klasse 3a tragen das Gedicht "Die Appelfraa“ der Jockgrimer Heimatdichterin Lina Sommer vor

Dr. Richard Mayer beim Erklären der Pflanztafel

Rudi Vogel, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereines Jockgrim, erklärt die Pflanzung des neuen Apfelbaumes

Die Erstklässler schaufeln die Erde an ihren Baum

Auch die Bürgermeister helfen tatkräftig mit

Bereits zum fünften Male stiftete der Obst- und Gartenbauverein Jockgrim den Schulkindern der Einschulungsklassen 2014/2015 der Lina-Sommer-Grundschule in Jockgrim einen Obstbaum für die Obstbaumallee der Erstklässler am Kirchelweg. Die gespendeten Bäume stehen auf dem Gelände der Ortsgemeinde Jockgrim im „Schweinheimer Feld“ beim „Schweinheimer Kirchel“. Das Gelände soll auch den zukünftigen Bäumen der kommenden Einschulungsklassen einen Platz bieten. Dieses Jahr kam ein weiterer Apfelbaum, eine „Rubinola“ dazu. Unterstützt wird diese Aktion von den Verantwortlichen des Obst- und Gartenbauvereines Jockgrim, der Lina-Sommer-Grundschule Jockgrim, der Ortsgemeinde Jockgrim als Grundstückseigentümer und der Verbandsgemeinde Jockgrim als Schulträger. Die nachfolgend fachgerechte Pflege des Baumes übernehmen wie bereits in den vorherigen Jahren die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereines Jockgrim im Ehrenamt.

Die Rubinola erweitert die unterschiedlich gepflanzten Obstbaumsorten aus den Vorjahren. So stehen dort bereits Apfelbäume der Sorte „Schöner von Boskop“, „Melrose“, Jonagold“ zusammen mit einer „Goldparmäne“ und erinnern an ihre Paten, die Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Einschulungsjahrgänge seit 2010.

Die Apfelsorte „Rubinola“ ist eine Kreuzung von Prima x Rubin. Das Fruchtfleisch ist fest, saftig, süßlich und aromatisch. Es enthält viel Vitamin C und die Erntezeit ist Ende August bis Anfang September. Die Rubinola eignet sich für den Frischverzehr und auch als Verwendung in der Küche. Dank der Schorfresistenz ist der Apfel eine geeignete Sorte für den für den Bio-Anbau.

Für die gespendete Widmungstafel hat der Planungsverantwortliche Dr. Richard Mayer dieses Jahr den Spruch: „Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt“ von Khalil Gibran, einem libanesisch-amerikanischen Maler, Philosoph und Dichter ausgesucht. Damit die Schülerinnen und Schüler des Schuljahrganges 2014/2015 ihren Apfelbaum auch später wiedererkennen ist auf der Tafel das Pflanzdatum, die Bezeichnung der 1. Klassen, der Schuljahrgang und der Namen der gestifteten Apfelsorte eingraviert.

Die offizielle Feier eröffneten die Kinder der ersten drei Klassen, in dem sie das Apfellied sangen. Das schon traditionell dazugehörige Gedicht „Die Appelfraa“ der Jockgrimer Heimatdichterin Lina Sommer, trugen einige Kinder der Klasse 3a vor, die auch die Paten der Erstklässler sind.

Dr. Richard Mayer, 2. Vorsitzender und Hauptverantwortlicher für die Pflanzaktion bedankte sich bei der Rektorin der Lina-Sommer-Grundschule Nataly Rumler und den beteiligten Lehrerinnen Esther Hilse, Anja Gerok und Birgit Weißmann für deren Mithilfe und Vorbereitungen. Sein Dank galt auch Ortsbürgermeisterin Sabine Baumann für die Bereitstellung des Geländes seitens der Ortsgemeinde Jockgrim, Bürgermeister Uwe Schwind für die Spende der Brezeln seitens des Schulträgers und Ute Hamburger aus Jockgrim, dankte er für den gestifteten heimischen Apfelsaft. Dabei vergaß er auch nicht sein Helferteam vom Obst- und Gartenbauverein Jockgrim, welches ihn jährlich tatkräftig unterstützt. Wie bereits in den Vorjahren gab er die Erklärungen zum Text und dem dazugehörigen Dichter auf der Pflanztafel.

Ortsbürgermeisterin Sabine Baumann dankte den Verantwortlichen für deren Einsatz, da es ohne deren Unterstützung diese Aktion nicht gäbe. Baumann verglich die Gemeinsamkeiten von Erstklässlern und Apfelbaum. So sei auch der neue Baum noch im Wachsen und der Jüngste unter den bereits gepflanzten Apfelbäumen, aber er werde wachsen und Früchte tragen. Dies sah Sie für die Einschulungskinder im übertragenen Sinne bezogen auf das Lesen und Lernen der Schulkinder. So sind auch die Äpfeln beim Apfelbaum alle unterschiedlich und keiner sei besser, Baumann zu ihrem Vergleich und gab dies den Schulkindern als Hilfe für ihren zukünftigen Schulweg. Den Kindern schlug Sie vor, den neuen Apfelbaum im Wachstum zu beobachten und sich im Erwachsenenalter an ihren Einschulungsbaum zu erinnern. Ihre Rede schloss Baumann mit Glückwünschen für die Erstklässler dem persönlichen Wunsch zukünftig ein Acker voller Apfelbäume zu haben.

Bürgermeister Uwe Schwind gratulierte den Verantwortlichen vom Obst- und Gartenbauverein Jockgrim und der Schulleitung zum Einschulungsbaum. Für Schwind ist diese Aktion einmalig in der Verbandsgemeinde Jockgrim. Nach seinem Wissenstand kenne er keine ähnliche Aktion innerhalb anderer Verbandsgemeinden. Die jetzigen Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit in zukünftigen Jahren nach Ihrem Baum zu sehen, was durchaus in einem Zeitrahamen von mehr als 30 Jahren sein könnte. Bürgermeister Schwind dankte auch für die heimische Apfelsaftspende, welche die Wartezeit der Schüler auf die kommende Apfelernte der Einschulungsbäume überbrücke.

Nataly Rumler, die Rektorin der Lina-Sommer-Grundschule Jockgrim, bedankte sich bei den Beteiligten für die gute Kooperation zu dieser Aktion. So werde es zukünftig einen eigenen Bereich für den Einschulungsbaum auf der schuleigenen Homepage geben. Damit alle Beteiligen zukünftig nachvollziehen können, wann wer welchen Baum gepflanzt habe. Auch plane man die auf der Pflanztafel genannten Dichter, wenn es möglich ist, in den Unterrichtsstoff mit aufzunehmen. Damit sehe Rumler auch eine Würdigung dieser zwischenzeitlich gewachsenen kleinen Tradition zwischen der Lina-Sommer Grundschule und dem Obst- und Gartenbauverein Jockgrim. Daraus erhoffe Sie sich, dass der Einschulungsbaum sich letztendlich als lange Tradition bewähren wird.

Rudolf Vogel, erster Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Jockgrim, erklärte was bei einer Baumpflanzung alles zu beachten ist. Danach wurde der bei der Baumschule Werling in Rheinzabern gekaufte Baum, unter fachkundigen Anweisung ins das ausgehobene Pflanzloch gesetzt wurde. Der Aufforderung beim Zuschaufeln mitzuhelfen, kamen die Erstklässler nur zu gerne nach. Dieser Arbeitseifer der Kinder überzeugte auch Bürgermeister Uwe Schwind und Ortsbürgermeisterin Sabine Baumann, selbst noch einmal Erde zu schaufeln.

Die restlichen Feinarbeiten, wie das Anbringen der Befestigungspfähle und des Drahtkorbes zum Schutz vor Wühlmäusen,  übernahmen Rudolf Vogel, Paul Rosenkranz, Helmut Reiter, Maria Vogel und Franz Günter, die alljährlichen Helfer vom Obst-und Gartenbauverein Jockgrim.

Petra Kiehl und Patrick Raak vom Schulelternbeirat versorgten, unterstützt von Eltern, während der Pflanzung die Kinder und ihre Begleiter mit dem von Ute Hamburger gestifteten Apfelsaft und Äpfeln. Die übrig gebliebenen Äpfel sowie der Saft wurden an die Kinder in der Lina-Sommer Grundschule verteilt.

 

Sunday, 23.11.2014 14:47 14:47 Alter: 3 Years