Nachruf Gerhard Pfahler

 

In Dankbarkeit und Trauer nehmen wir Abschied von unserem ehemaligen Rektor Gerhard Pfahler

Gerhard Pfahler begann seine Schullaufbahn als junger Lehrer am 22. April 1969 an der damaligen Volksschule in Jockgrim.

Im Jahr 1976 wechselte er dann von der Grundschule Jockgrim an die neu gebildete Hauptschule Römerbad, bevor er im Jahr 1986 als Schulleiter zur Grundschule Minfeld wechselte.

Als Rektor kehrte er 1992 wieder in seine Heimatgemeinde zurück. Nach 41 Jahren Schuldienst und 18 Jahren an der Lina-Sommer-Grundschule in Jockgrim verabschiedete sich Gerhard Pfahler am  01.07.2010 aus dem aktiven Dienst.

Als Thema seiner Abschiedsrede hatte er sich vor knapp 6 Jahren das Symbol „Weg“ ausgesucht. „Der Weg war beschwerlich, wenn man Steine wegräumen musste, aber er habe auch viel Wertschätzung und Engagement auf diesem Weg erfahren“, resümierte Gerhard Pfahler damals sein Wirkungshandeln.

Dann ist sein Weg aber nach seiner Pensionierung leider sehr schnell durch seine Krankheit erschwert worden.

Wir trauern um Gerhard Pfahler, einem besonderen Menschen, der uns mit seiner Besonnenheit und Ruhe stets begleitete. Die Erinnerung an all sein Wirken, auch als engagierter Mitstreiter für die Schulentwicklung in der Verbandsgemeinde, wird in uns lebendig bleiben.

 

Die Lina-Sommer-Grundschule hat mit Gerhard Pfahler einen ehemaligen Schulleiter und Kollegen verloren, der die Entwicklung unserer Schule entscheidend geprägt hat. Bis heute sind seine Spuren deutlich erkennbar.

Im Jahr 2003 errichtete er mit seinem Kollegium und dem Schulträger eine der ersten Ganztagsschulen in Angebotsform des Landes Rheinland-Pfalz, war Initiator der Namensgebung unserer Schule und entwickelte den Lina-Sommer-Weg. Dadurch spielte Lina Sommer eine große und wichtige Rolle in seinem Leben. Besonders gefiel ihm ihr Gedicht „E Draam“:

E  DRAAM

      Im Draam bin ich schbaziere gange
      In Jockgrim uf de Kärchhof naus,
      Un seh e Grab, des stecht die annre
      Bei weitem allmitnanner aus

      Rechts war un links ä klänes Bäämche,
      E Vögelche hot drin gesung,
      Des hot so fröhlich un so selig,
      So sorgelos hot des geklung.

      Un Blumme ware do gewachse,
      E ganzer Locke – nit gespaßt,
      Kä stolze, nä, so b`scheidne, kläne,
      wie`s for de "stille Gaarde" baßt.

      Un an der Mauer war e Dafel,
      Ich guck mer schier die Aage aus;
      Doch mit`m allerbeschte Wille:
      Ich bring den Name nit eraus.

      Do geht e alter Mann voriwwer,
      Un wie ich sachte ihn  hab gfragt:
      "Wer liegt dann do begrawe, Alter?"
      Do hot`r freindlich zu mer g'sagt:

     "Do drunne schloft die Lina Sommer:
     
Still! Wecke Se se nor nit uf,-
     
Die schickt die Blumme als Gedichtle
      Als kläne Gruß zu uns eruf!"

     "Nä, wie kann mer nor so dabbig drääme!"
      Denk ich, wie ich bin ufgewacht,
      Hab mer die Aage ausgeriwwe
      hab gegreint – un hab gelacht.

 

Friday, 26.02.2016 17:05 17:05 Alter: 2 Years