Gedenken an Lina Sommer

Grundschüler begleiten den Lina-Sommer- Weg in Jockgrim und tragen an den sechs Stationen Gedichte und Lieder vor

Am Dienstag, dem 25. Juni 2013 war es wieder soweit: Einmal im Jahr gedenkt die Jockgrimer Grundschule ihrer Namenspatin mit einem Spaziergang auf dem Lina-Sommer-Weg. Dieser beginnt immer auf dem Lina-Sommer-Platz im Hinterstädtel, führt über den Stückelweg, durch die Luitpoldstraße zur Ortsgemeindeverwaltung und von dort durch die Schillerstraße zum Grab der Lina Sommer auf dem Friedhof.

Auch in diesem Jahr begleiteten alle Kinder der dritten Klassen die traditionelle Promenade mit Gedichten der Pfälzer Mundartdichterin und Liedern, die sie vorher mit viel Freude, aber auch ein bisschen Mühe eingeübt haben. Denn für manche Kinder ist der Pfälzer Dialekt nicht mehr so geläufig. Umso wichtiger ist es, diese liebgewordene Tradition fortzuführen und dabei die Kinder zu erinnern, in welcher Region sie aufwachsen.

Auch Lina Sommer hat Jockgrim geliebt. Ihrem Wunsch entsprechend wurde sie auf dem Friedhof Jockgrim beigesetzt. Die Grabstätte Sommer ist heute eine Station auf dem Lina-Sommer-Weg. Auf der Gedenktafel direkt daneben wird ein Gedicht von ihr zitiert.

Es beginnt mit:
"Im Draam bin ich schbaziere/
In Jockgrim uff de Kärchhof naus/
Un seh e Grab, des stecht die annre/
Bei weitem allmitnanner aus."

 

Im weiteren Verlauf des Gedichts beschreibt sie ihre eigene Grabstätte. "Do drunne schloft die Lina Sommer", wird ihr im Traum erklärt und zum Schluss des Gedichts fragt sie sich, wie man "so dabbig drääme" kann. Mit dem Vortrag dieses Gedichts beendeten die Kinder der Klasse 3c den Lina-Sommer-Weg für 2013.

 

 

Thursday, 27.06.2013 09:37 09:37 Alter: 4 Years